25. Oktober 2007

Thema der Zeit Nr. 2 - ÄNDERN ODER NICHT ÄNDERN?

Ich wünsche mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann.

Ich wünsche mir den Mut, Dinge zu ändern,
die ich ändern kann.

Ich wünsche mir die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden.

nach Friedrich Chr. Oetinger

Kommentare:

ULI hat gesagt…

Fritz schrieb mir:

Ich bin mir nicht so sicher, ob sich das so klar trennen lässt: was man ändern kann und was nicht. Was ICH ändern kann und was nicht. Ist es nicht auch eine Frage des Bewußtseins, ob sich Dinge ändern lassen, die andere für unveränderlich halten oder die ich noch gestern für unveränderlich hielt. Oder für unveränderlich, was ich gestern noch für veränderbar hielt?

Ein kleines Beispiel aus meiner Studentenzeit. Es gab einen "Heimkampf", weil einige Kollegen ungerechtfertigt gekündigt wurden; Foyerbesetzung und so. Dann wurde ich zum Heimprecher gewählt und habe ein Statut ausgehandelt, das solchr Kündigungen in Zukunft unterbindet. Ein Jahr lang wurde auch niemand gekündigt.

Dann wurde ein neuer Heimsprecher gewählt und der kam nach ein paar Tagen ganz aufgeregt mit dem Statut zu mir: "da steht ja garnichts drin von 'Kündigungsschutz' ".

Natürlich stand das nicht juristisch haltbar drin; das hätten sie uns doch nie durchgehen lassen. Trotzdem hat es ein Jahr lang gewirkt. Weil wir es so gesehen haben - und weil auch die andere Seite gesehen hat, dass wir das so sehen, haben sie sich dran gehalten (sonst hätten wir halt wieder das Foyer besetzt - waren schöne Partys damals...).

Und wie sie gesehen haben, dass die Studentenvertreter selber nicht mehr dran glauben, war der "Zauber" vorbei - da haben sie sich dann auch nicht mehr dran gehalten.

Vieles, was wir als unveränderlich sehen, ist nur eine Ausmachung. Und wenn wir es für änderbar halten, dann läßt es sich auch ändern.

ULI hat gesagt…

Regina schrieb mir:

Welche Dinge nehme ich als gegeben hin, finde meinen Frieden und Liebe mit dieser Situation und für welche Dinge bewirke ich eine Veränderung?

Sehr schön finde ich nun die Lösung, dass
es Weisheit braucht ;-) ;-) ;-)